Die internationale Genossenschaft für Klima, Energie und Entwicklung

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Zwei Windkraftanlagen in Deutschland und Weißrussland

„Energie hoch Drei“ (für Arbeitsplätze, Entwicklung und Klimaschutz) erzeugt das erste Pilotprojekt im Bereich Windenergie: Am 21.05.2001 wurden gleichzeitig zwei Windkraftanlagen in zwei Ländern eingeweiht – in Geseke (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) eine 660 kW Windkraftanlage und im 1300 km entfernten Drushnaja (Weißrussland) eine 600 kW Windkraftanlage.
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Windkraftanlage Geseke

Die Windkraftanlage in Geseke wurde rein aus Bürger-Kapital finanziert. Zum einen durch Kapitalbeteiligungen von Kommanditisten, die dafür eine Rendite erhalten.

Zum anderen durch Spenden, die in einer gemeinsamen Kampagne von S-N-O-W e.V. und dem BUND Nordrhein-Westfalen eingeworben wurden: insgesamt 155.000 Euro. Bezogen auf diese Spenden werden im Laufe von 20 oder mehr Betriebsjahren „Gewinne“ ausgeschüttet, die wiederum ökologische Energieprojekte in Indien und Weißrussland finanzieren.

Dieses Projekt wäre niemals möglich geworden ohne das besondere Engagement und Entgegenkommen von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Geseke, die den Windkraftstandort bereitgestellt und geplant haben, insbesondere Franziskus Kampik und Heinrich Tillmann.

Partnerprojekt Heim-statt Tschernobyl

Erstes Partnervorhaben im e3-Windkraftprojekt ist die ökologische Energie-versorgung im weißrussischen Drushnaja. Dieses von der Organisation Heim-statt Tschernobyl getragene Dorf bietet Familien aus den verseuchten Gebieten von Tschernobyl eine neue Heimat. Initiiert wurde der Bau durch Irmgard und Dietrich von Bodelschwingh. Seit Beginn ihrer Initiative sind insgesamt 30 Häuser entstanden: errichtet in deutsch-weißrussischen Workcamps.

S-N-O-W konnte mit einer Ausschüttung von 55.000 Euro zum Bau einer 600 kW Windkraftanlage in Drushnaja beitragen. Diese Anlage ist ein sichtbares Zeichen für die Einführung regenerativer Energien im durch die Atomkatastrophe von Tschernobyl betroffenen Weißrussland.

Durch den Betrieb der Anlage wurde bereits ein Gewinn von 50.000 Dollar erwirtschaftet und in die Produktion von Schilfmatten zur ökologischen Dämmung der Häuser investiert. Dabei sind noch weitere Arbeitsplätze entstanden – ganz im Sinne nachhaltiger Entwicklung.

So konnte Heim-statt Tschernobyl mit Unterstützung von S-N-O-W einen Schneeball-Effekt in Gang setzen. Weitere Informationen über die umfangreichen Tätigkeiten von Heim-statt Tschernobyl unter www.heimstatt-tschernobyl.org

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